Der nicht-invasive Pränataltest (NIPT) auf Trisomien ist seit Juli 2022 Kassenleistung. Inzwischen nimmt rund die Hälfte der Schwangeren den Test in Anspruch. Ein fraktionsübergreifender Antrag von 108 Abgeordneten fordert ein Monitoring der Kassenzulassung und ein interdisziplinäres Gremium, das die rechtlichen, ethischen und gesundheitspolitischen Folgen untersucht. Nach der Debatte am 20. März 2026 wird der Antrag in den Ausschüssen weiter beraten, federführend im Gesundheitsausschuss.
Warum mich das bewegt
Ein Test darf nicht zur Routine werden, die faktisch wie eine Reihenuntersuchung wirkt. Sonst entsteht Druck, und es droht eine Botschaft, dass Leben mit Trisomie weniger wert sei. Das widerspricht dem Menschenbild der UN-Behindertenrechtskonvention.
Mir geht es nicht darum, Schwangeren etwas vorzuschreiben. Es geht um ergebnisoffene, gute Beratung, um verlässliche Information über das Leben mit Behinderung und um echte Wahlfreiheit. Dazu gehört, dass die Stimmen behinderter Menschen und ihrer Familien gehört werden.
Das geforderte Monitoring und das Gremium sind sinnvoll, wenn behinderte Menschen darin vertreten sind und die Ergebnisse in politische Entscheidungen einfließen.
Mehr dazu beim Deutschen Bundestag.
Dies ist ein sensibles Thema. Wer dazu Fragen oder Gesprächsbedarf hat, kann sich gern an mich wenden.
